Familien-Zoff wird zu laut: Strengere Kontrollen beim Totraser-Prozess um verstorbenen Ali (†6)

Dresden - Im Prozess um den Tod des kleinen Ali (†6) am Landgericht Dresden wurden jetzt vom Richter zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen angeordnet.

Das Gericht hat die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.
Das Gericht hat die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.  © Peter Schulze

Weil sich die beteiligten Familien der Betroffenen lautstark zofften, wird nun zusätzlich jeder Besucher, der in den Verhandlungssaal will, kontrolliert.

Laut Anklage lieferten sich die Syrer Mohammad F. (32) und Mohamed A. (24) im August im Mercedes und im BMW ein illegales Autorennen auf der Budapester Straße. Der Benz erfasste das Kind, das ebenfalls aus Syrien stammt - es hatte keine Chance.

Natürlich ist auch der Prozess entsprechend emotional und es gab zwischen den "Clans" lautstarke Auseinandersetzungen. Die Konsequenz: zusätzliche Sicherheitskontrollen.

Inzwischen sagte im Prozess auch der Fahrer (41) des Nissan aus, der kurz vor dem Unfall von beiden Wagen überholt wurde. Demnach zogen beide am Quashqai vorbei und fuhren dann nebeneinander her.

"Die fahren wohl ein Rennen", habe er seiner Frau auf dem Beifahrersitz noch gesagt. "In Höhe der Haltestelle erfasste das rechte Fahrzeug das Kind", sagte der Fahrer immer noch geschockt.

Mohammad F. (32, mit Ordner vor dem Gesicht) und Mohamed A. (24, r.) stehen vor Gericht.
Mohammad F. (32, mit Ordner vor dem Gesicht) und Mohamed A. (24, r.) stehen vor Gericht.  © Holm Helis

Laut dem 41-Jährigen hatten beide Fahrzeuge vor dem Aufprall nur minimal gebremst. Der Prozess wird fortgesetzt.

Titelfoto: Peter Schulze

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