Familienbande zockt Rentner am Telefon ab

Dresden - Mit einer fiesen Masche zieht eine Bande aus dem Kosovo ahnungslosen Leuten die Kohle aus der Tasche. Angebliche Lotto-Gewinne werden nur ausgezahlt, wenn Transportkosten oder Gebühren bezahlt würden. Feston H. (26) agierte laut Anklage als Helfer mit. Am Montag stand der Kellner vorm Amtsrichter.

Feston H. (26) war Helfer einer kriminellen Bande.
Feston H. (26) war Helfer einer kriminellen Bande.  © Peter Schulze

Aus einem Callcenter aus dem Kosovo werden Dresdner angerufen. Angeblich von der NKL. 

Offenbar glaubhaft wird den Opfern erzählt, sie hätten groß im Lotto gewonnen. Aber sie müssten Gebühren in Form von Amazon-Geschenkkarten bezahlen. 

Die Überrumpelten, meist Rentner, kaufen tatsächlich für Unsummen diese Karten, geben deren Nummern dafür am Telefon durch. Mit derlei Daten kauft dann die Bande bei Amazon ihrerseits ein. Feston Goldbarren. 

Ein anderes Mal holte er die Gebühr von über 4 000 Euro bar ab. Zum Glück war da die Polizei schon eingeschaltet, klickten Handschellen.

Feston H. gestand seine Taten und erklärte: "Das Callcenter gehört meinem Cousin. Er bat mich mitzumachen. Dafür konnte ich einen Anteil behalten."

Gegen den Rest der Sippe ermittelt der Staatsanwalt weiter. Der Betrüger wurde zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Titelfoto: Peter Schulze

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