Frau kassierte aus Versehen mehr als 16.000 Euro Hartz IV

Dresden - Irrtum oder dreiste Abzocke? Weil Janine B. (38) aus Dresden das Jobcenter eiskalt belogen, satte 16.495,30 Euro zu viel kassiert haben soll, musste sie sich am Donnerstag wegen Betrugs vor dem Amtsgericht verantworten.

Zu Unrecht Stütze bezogen: Janine B. (38) muss nun Sozialstunden ableisten.
Zu Unrecht Stütze bezogen: Janine B. (38) muss nun Sozialstunden ableisten.  © Franz Maler

Seit 2016 bezog Janine B. Hartz IV, stellte von 2017 bis 2019 regelmäßig Folgeanträge. Auf denen gab sie aber nicht an, dass sie inzwischen verheiratet war, ihr Mann Altersrente bezog und überdies ein Haus besaß.

Auch als ihr Gatte verstarb, Janine das Anwesen erbte und sogar Witwenrente kassierte, griff sie immer tiefer in die Sozialkasse.

"Vonseiten der Angeklagten hat offenbar ein Rechtsirrtum bestanden", berichtete die Richterin nach einem Rechtsgespräch.

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Da sie nie mit ihrem Mann zusammengelebt habe, sei sie davon ausgegangen, dass die Ehe keine Auswirkungen auf ihren Leistungsbezug hat.

Und weiter: "Das Geld wurde vollständig zurückgezahlt."

Doch Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Zwar wurde das Verfahren eingestellt. Aber die Richterin verdonnerte Janine zu 120 Sozialstunden.

Titelfoto: Franz Maler

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