Das ging fix: Handydieb vom Elbepark knapp 24 Stunden nach Tat verurteilt

Dresden - Eben beim Klauen erwischt, schon hinter Gittern. Der Amtsrichter in Dresden machte mit einem Langfinger aus Georgien kurzen Prozess.

Germane C. (36) ging direkt hinter Gitter, weil er fünf Handys geklaut hat.
Germane C. (36) ging direkt hinter Gitter, weil er fünf Handys geklaut hat.  © privat

Germane C. (36) wurde auf frischer Tat ertappt, als er im Media Markt im Elbepark fünf Handys mauste. Wert der Geräte: 1790 Euro. Dafür setzte es nicht nur eine Anzeige. Der Georgier, der weder Wohnsitz noch Aufenthaltsstatus nachweisen konnte, kam wegen Fluchtgefahr direkt in Gewahrsam.

Keine 24 Stunden später hockte Germane vorm Amtsrichter, hatte der Staatsanwalt die Anklage fertig. Nach kurzem Prozess fiel das Urteil: zwei Monate Haft - ohne Bewährung. Theoretisch könnte er aus der Haft abgeschoben werden.

Immer öfter agiert die Justiz mit sogenannten beschleunigten Verfahren. Ist der Fall eindeutig, wird innerhalb weniger Tage verhandelt. Allein im vergangenen Jahr schrieb der Staatsanwalt in Dresden 185 solcher Anklagen. Tendenz steigend. 

Und das quer durchs Strafgesetzbuch. So wurde 2020 ein Schleuser verurteilt, der zuvor auf der A17 gestellt wurde. Ein Pärchen, das Zweiräder stahl, bekam sofort hohe Geldstrafen.

Auch Demo-Teilnehmer aller Art, die sich gegenüber der Polizei unflätig benahmen, standen fix wegen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte vorm Richter.

Titelfoto: privat

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