Hicks! Angeklagter Rüpel kam sturzbetrunken zum Prozess

Dresden - Erst randalieren und dann zu besoffen für den Prozess. Martin M. (34) hält Polizei und Justiz im Moment ganz schön auf Trab. Der erste Versuch, gegen ihn zu verhandeln, scheiterte.

Martin M. (34) musste von der Polizei zum Richter gebracht werden. Für einen Prozess war er allerdings zu betrunken.
Martin M. (34) musste von der Polizei zum Richter gebracht werden. Für einen Prozess war er allerdings zu betrunken.  © Peter Schulze

Der Systemelektroniker sollte sich am Amtsgericht wegen diverser Vorwürfe verantworten. So hatte Martin laut Anklage im Fitnessstudio einen Mitsportler rüde geschubst, bekam Hausverbot. 

Doch der Rüpel rief die Polizei und protestierte gegen den Rauswurf. Die Ordnungshüter kamen, konnten Martin nur schwer beruhigen, aber aus dem Studio bugsieren. 

Tage später schlug er in der Altmarkt-Galerie einen Mann, zerfetzte ihm das Shirt. 

Am Postplatz attackierte er einen Herrn mit den Worten "Mir gefällt dein Gesicht nicht" und stieß ihn in die Rabatten.

Doch zum Prozess kam der Angeklagte erst mal nicht. Prompt rief der Richter die Polizei, die Martin zu Hause abholte und ins Gericht brachte. 

"Herr Richter! Ich habe noch nichts gegessen und noch nicht mal Zähne geputzt", beschwerte sich Martin, als er nachmittags endlich auf der Anklagebank saß. 

Über ein Promille zu Prozessbeginn

Die Polizisten berichteten, dass Martin ins Röhrchen pusten musste. Ergebnis: über ein Promille!

Der Richter setzte das Verfahren vorerst aus. Nicht nur, damit Martin ausnüchtert. 

Er soll nun auch begutachtet werden, bevor erneut verhandelt wird.

Titelfoto: Peter Schulze

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