Holocaustleugner Ittner kommt nicht zu seinem Prozess: Das sind die Folgen

Dresden - Holocaust-Leugner Gerhard Ittner (62) muss zahlen. 

Neonazi Gerhard Ittner (62). (Archivbild)
Neonazi Gerhard Ittner (62). (Archivbild)  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Für seine unsägliche, menschenverachtenden Rede anlässlich einer Nazi-Demo im Februar 2017 vorm Zwinger sind nun 5100 Euro fällig. 

Gegen den Strafbefehl hatte Ittner zwar Einspruch eingelegt und einen Prozess vorm Amtsgericht erzwungen. 

Der Widerspruch wurde aber am Mittwoch verworfen. Weil Ittner von einem Schaffner aus dem Zug geworfen wurde.

Ittner hatte dem Gericht erklärt, er habe kein Geld für die Anreise aus Nürnberg, weshalb ihm der Richter ein IC-Ticket zukommen ließ. So weit so gut.

Doch der Schaffner bestand bei einer Kontrolle seinerseits darauf, dass sich der Fahrgast ausweist. Aber einen Personalausweis hatte der Holocaustleugner nicht dabei. 

Die Folge: er musste den Zug verlassen, kam selbstverschuldet - so der Richter - nicht zum Prozess. 

Der Jurist verwarf folgerichtig den Einspruch. Nun muss Ittner zahlen. Wahlweise drohen 170 Tage Haft. 

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

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