Im Krankenhaus! Dieser Mann beklaute einen schlafenden Patienten

Dresden - Vom freundlichen Helfer zum fiesen Dieb. Als Robert A. (35) mitbekam, dass Wolfgang H. (69) im Krankenhaus liegt, beklaute er den Senior frech. Jetzt sitzt der Täter vor der Amtsrichterin in Dresden.

Robert A. (35) beklaute einen Krankenhaus-Patienten.
Robert A. (35) beklaute einen Krankenhaus-Patienten.  © Peter Schulze

Als der diabeteskranke Wolfgang H. umzog, war Robert noch einer der Helfer und packte mit an. Dann kam der Senior aber ins Klinikum Neustadt. Während der Patient dort schlief, klaubte Robert aus dem Nachtschrank Papiere, 100 Euro, Autoschlüssel und EC-Karten. 

Mitpatient und Krankenschwester glaubten, der Besucher sei der Sohn von Wolfgang. "Doch zu dem Zeitpunkt war ich noch 100 Kilometer von der Klinik entfernt", so der Lkw-Fahrer.

Derweil gelangte Robert vor der Klinik mit dem Schlüssel in den Transporter seines Opfers. Daraus verschwanden das Ladekabel für den Rollstuhl und der Wohnungsschlüssel. 

Den wiederum nutzte Robert, um laut Anklage Münzen und den Kfz-Brief bei Wolfgang H. zu Hause zu mausen.

Dieb will gar nicht so viel gestohlen haben

In dieser Abteilung im Krankenhaus Neustadt griff der Dieb dreist zu.
In dieser Abteilung im Krankenhaus Neustadt griff der Dieb dreist zu.  © Norbert Neumann

Robert gestand die Taten halb. "Ja, ich war im Krankenhaus, im Auto und in der Wohnung", so der Beikoch, der das ergaunerte Geld in der Spielothek verjubelte. 

Allerdings habe er aus der Wohnung nur den Kfz-Brief mitgenommen. "Ich wollte das Auto ja verkaufen."

Außerdem habe er sich eine Tasche mit Technik gepackt, die dann zu schwer war, weshalb er sie in der Wohnung ließ. Den Schlüssel habe er später bei Bekannten liegen lassen. 

"Wenn aus der Wohnung noch was verschwand, müssen das andere gewesen sein", behauptet Robert, der übrigens schnell identifiziert wurde. 

Die Beschreibung des unheimlichen Besuchers von Zimmer 16 passte auf einen der Umzugshelfer. Urteil folgt.

Titelfoto: Montage: Norbert Neumann, Peter Schulze

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0