Klau-Odyssee endet beim Fleischer: Beim Prozess geht's um die Wurst!

Dresden - Für Jan K. (38) ging es im wahrsten Sinne um die Wurst. War er doch im Juni erst auf Bewährung verurteilt worden, zog aber wenig später wieder "um die Häuser". Seine Klau-Odyssee endete beim wohl bekanntesten Fleischer in der Dresdner Neustadt. Am Mittwoch saß der Lagerist wieder mal vorm Amtsrichter in Dresden.

Jan K. (38) zahlte sogar das von ihm geklaute Geld zurück.
Jan K. (38) zahlte sogar das von ihm geklaute Geld zurück.  © Thomas Türpe

"Seit ich wieder einen festen Job habe, habe ich mein Leben im Griff", so der Lagerist. Doch bis er wieder in Lohn und Brot stand, agierte er als Kleinkrimineller, um Geld für Drogen zu organisieren.

So fuhr er im Benz, den andere geklaut hatten, ohne Führerschein, aber mit Drogen im Blut. Er stöberte in einem Hotel in Dresden-Löbtau herum, bis er erwischt wurde, klaute aus einer Pension in Dresden-Blasewitz 500 Euro.

In der Fleischerei im Szeneviertel wurde er schließlich von einer Mitarbeiterin in der Umkleidekabine aufgescheucht.

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Erst im Juni 2020 hatte Jan Bewährung kassiert, weil er in der Dresdner Neustadt in einer Kneipe nachts am Tresor fummelte.

Weil er nun den Schaden ersetzen will, sein Leben wieder läuft, er keine Drogen mehr nimmt, gab ihm der Richter nun noch eine Chance.

Die Strafe von 22 Monaten Haft wurde erneut zur Bewährung ausgesetzt.

Titelfoto: Thomas Türpe

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