Lackierer zeigte seinen "Pinsel": Sex-Ferkel schwänzt Prozess und wird trotzdem verurteilt

Dresden - Den Prozess zu schwänzen, schützt vor Strafe nicht. Das muss nun auch Michael M. (24) lernen. Er wurde in Abwesenheit vom Amtsrichter wegen exhibitionistischer Handlung zu 2550 Euro Strafe verdonnert.

In der Dunkelheit lief Michael M. (24) laut Anklage einer Frau in Dresden hinter. (Symbolfoto)
In der Dunkelheit lief Michael M. (24) laut Anklage einer Frau in Dresden hinter. (Symbolfoto)  © 123RF/cbies

Der Lackierer hatte im September 2019 eine Frau (25) laut Anklage massiv belästigt. 

Von der Haltestelle Bergstraße bis hinunter zum Fritz-Löffler-Platz war Michael hinter der Frau abends hergelaufen. 

Die ganze Zeit über hatte er dabei sein Gemächt ausgepackt und rieb sich am Geschlecht.

Die Frau rief schließlich die Polizei, der Staatsanwalt schrieb eine Anzeige gegen den Schniedelzeiger. Doch er kam am Freitag nicht zum Prozess. 

Theoretisch hätte der Richter ihn per Haftbefehl suchen lassen können. 

Doch sein Anwalt erklärte, dass Michael M., ob der "Einnahme von Substanzen" kaum noch Erinnerungen an die Tat habe. 

Und so wurde aus dem Fall ein sogenanntes Strafbefehlsverfahren, wobei durchaus ein Urteil ohne Anwesenheit des Delinquenten fallen kann. 

Michael M. wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, wahlweise 85 Tage Haft. 

Titelfoto: 123RF/cbies

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