Maurer klaute wertlose Tickets in Pillnitzer Autofähre: Knast!

Dresden - Knast! 

Stephan D. (41) kam aus Haft zu seinem Prozess am Amtsgericht.
Stephan D. (41) kam aus Haft zu seinem Prozess am Amtsgericht.  © Holm Helis

Seit 20 Jahren nimmt Stephan D. (41) aus Dresden Drogen. Um seine Sucht zu finanzieren, brach der arbeitslose Maurer ein, klaute Werkzeuge. Sogar in Fähren stieg er ein. Dort ließ er etwas zurück, was ihm zum Verhängnis werden sollte.

Sein Vorstrafenregister ist lang, schon öfter saß der Hartz-IV-Empfänger auch wegen Diebstählen ein. Nach seiner letzten Entlassung im Juni 2018 blieb er nur wenige Monate sauber, bis er wieder rückfällig wurde. 

So brach er im Oktober in die Autofähre Pillnitz ein, hebelte ein Schloss auf, klaute acht Fahrausweisrollen. Auch auf der Personenfähre brach er die Türen auf, fand aber nichts Brauchbares vor. 

Dabei hatte er doppeltes "Pech": Zum einen waren die Papierrollen nicht bedruckt und damit quasi wertlos. Zum anderen verlor er ein Feuerzeug mit seiner DNA dran...

Keine Bewährung!

Auch in die Fähre, die Pillnitz und Kleinzschachwitz verbindet, stieg der Täter ein.
Auch in die Fähre, die Pillnitz und Kleinzschachwitz verbindet, stieg der Täter ein.  © Holm Helis

Bei seiner Verhandlung am Amtsgericht musste er sich außerdem wegen zahlreicher Fahrten ohne Führerschein verantworten. 

Die Kennzeichen für seinen unversicherten Audi A4 klaute er von anderen Wagen, teils fuhr er auf Drogen (Amphetamine). 

"Der Fahrprüfer hatte mich durchfallen lassen. Aber ich fahre seit 20 Jahren unfallfrei", behauptete er.

Stephan D. gestand alle Taten, auch Lebensmittel-Diebstahl im Edeka, Einbrüche bei Bäcker und Parketthändler. 

Richter Roland Wirlitsch (60) hatte nur einen Rat: "Sie müssen von den Drogen wegkommen." 

Urteil: 22 Monate Haft - ohne Bewährung. 

Titelfoto: Holm Helis

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