Mutti geschlagen und beklaut: Rüpel-Junior muss Strafe zahlen

Dresden - Abwesenheit bei Gericht schützt nicht vor Strafe. Das muss jetzt ein junger Dresdner lernen, den das Amtsgericht verurteilte, obwohl er gar nicht da war.

Leider gibt's kein Foto vom Verurteilten: Er kam einfach nicht zur Verhandlung.
Leider gibt's kein Foto vom Verurteilten: Er kam einfach nicht zur Verhandlung.  © Marko Förster

Der Richter wartete vergeblich auf Felix M. (27). Ihm warf die Anklage vor, vor einem Jahr mit der EC-Karte seiner Mutter ohne ihr Wissen 4 000 Euro von deren Konto geräumt zu haben. 

Schlimm genug. Aber im Sommer prügelte und würgte er die Frau auch noch und trat in ihrer Wohnung Türen ein.

Trotz Ladung erschien Felix am Donnerstag nicht zur Verhandlung. 

Und seine Mutter teilte dem Gericht schriftlich mit, dass der Junior das Geld zurückzahlt, sie nicht gegen ihn aussagen will. 

In dem Fall kann die Justiz zumindest diese Taten (Betrug) nicht ahnden. 

Blieben Körperverletzung und Sachbeschädigung, die von Amts wegen geahndet werden müssen. Und so gab es ein Urteil in Abwesenheit. 


Felix hat nun 600 Euro zu zahlen oder muss wahlweise 60 Tage in den Knast.

Titelfoto: Marko Förster

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