Prozess um Alis (†6) Tod findet kein Ende: Anwalt eines Rasers zweifelt an Zeugenaussagen

Dresden - Kein Urteil im Prozess um den Tod des kleinen Ali (†6): Eigentlich war am heutigen Mittwoch der letzte Verhandlungstag gegen Mohammad F. (32) und Mohamed A. (24) geplant.

Der kleine Ali (†6) wurde von einem Mercedes-Benz erfasst und in die Haltestelle geschleudert. Der Prozess zum Straßenrennen mit Todesfolge fand nun doch noch kein Ende.
Der kleine Ali (†6) wurde von einem Mercedes-Benz erfasst und in die Haltestelle geschleudert. Der Prozess zum Straßenrennen mit Todesfolge fand nun doch noch kein Ende.  © Montage: Roland Halkasch, privat

Mohammads Mercedes soll den Flüchtlingsjungen bei einem illegalen Rennen am 22. August 2020 in der Budapester Straße erfasst, gegen eine Haltestelle geschleudert und getötet haben. Doch der Prozess verzögert sich.

War es ein Rennen, das den Jungen aus Aleppo im vergangenen Sommer das Leben kostete? Dafür häuften sich die Hinweise im Verlaufe des Prozesses.

Dabei wurde es für BMW-Fahrer Mohamed A. Brenzlig, da gegen ihn nun auch ein illegales Rennen mit Todesfolge infrage kam. Daher erließ das Gericht gegen ihn ebenfalls einen Haftbefehl.

2,9 Millionen Euro! Ist dieser Autoverkäufer ein Steuerbetrüger?
Gerichtsprozesse Dresden 2,9 Millionen Euro! Ist dieser Autoverkäufer ein Steuerbetrüger?

Wichtig dafür war die Aussage einer Familie, die den Unfall sah und von einem Rennen sprach.

Dessen Anwalt Michael Sturm (54) beantragte am Mittwochmorgen, ein psychologisches Glaubwürdigkeitsgutachten für die Familie einzuholen. Außerdem will Sturm auch noch den Sohn (11) der Familie vernehmen lassen.

Bevor das Gericht darüber entscheidet, haben allerdings alle Beteiligten noch ein Recht auf Stellungnahme. Diese können sie bis zum 12. Mai abgeben.

Dafür wurde der Prozess am Mittwoch unterbrochen, am 26. Mai soll es weitergehen.

Titelfoto: Montage: Roland Halkasch, privat

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Dresden: