Trotz zweifacher Unfallflucht: Wirtin darf Führerschein behalten

Dresden - Sitzt Wilja H. (59) am Steuer, wird's schnell teuer ...

Glück gehabt: Trotz zweimaliger Unfallflucht darf Wilja H. (59) ihren Führerschein behalten.
Glück gehabt: Trotz zweimaliger Unfallflucht darf Wilja H. (59) ihren Führerschein behalten.  © Peter Schulze

Binnen eines halben Jahres hat die Radebeuler Wirtin gleich zweimal beim Parken andere Autos touchiert.

Weil sie danach einfach weiterfuhr, musste sie sich am Montag vor dem Amtsgericht Dresden wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort verantworten.

Vorwurf: An einem Abend im Juni 2019 parkte Wilja H. mit einem Mercedes an der Jordanstraße in der Neustadt ein. Beim Rückwärtsfahren rammte sie einen VW Golf und verursachte dabei einen Schaden von gut 1600 Euro.

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Obwohl sie den Unfall bemerkte, fuhr sie davon.

Den Führerschein darf sie behalten – teuer wird es trotzdem

Beim Ausparken auf diesem Parkplatz touchierte die Wirtin mit ihrem Citroën gleich zweimal ein anderes Auto.
Beim Ausparken auf diesem Parkplatz touchierte die Wirtin mit ihrem Citroën gleich zweimal ein anderes Auto.  © Peter Schulze

Im Dezember 2019 wiederholte sich das Spiel auf dem Parkplatz eines Fast-Food-Restaurants an der Leipziger Straße. Diesmal saß sie am Steuer eines Citroën Berlingo.

Beim Versuch, rückwärts auszuparken, stand ihr ein gegenüber geparkter Renault Captur im Weg, der gleich doppelt angefahren wurde. Schaden: 1100 Euro. Und wieder wartete die Frau nicht an der Unfallstelle.

Neben einer Geldstrafe von 2100 Euro wollte ihr die Staatsanwaltschaft deshalb den Führerschein entziehen, wogegen die Wirtin Einspruch einlegte. Mit Erfolg.

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Weil die beiden Unfälle mittlerweile zwei Jahre her sind und danach nichts mehr passiert ist, darf sie ihren Führerschein behalten. Die Strafe zahlen muss sie aber trotzdem.

Titelfoto: Bildmontage: Peter Schulze (2)

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