Über den Balkon in die Wohnung des Ex: Frau rastet komplett aus, weil die Affäre zu Ende ist

Pirna - Die Beziehung dauerte kaum vier Wochen. Die "Nachwehen" reichten bis jetzt. Susan L. (21, Name geändert) stand vorm Amtsrichter in Pirna, weil sie nach dem Ende einer Liaison ausrastete. Und der Jurist las der jungen Mutter mächtig die Leviten.

Susan L. (21, Name geändert) muss zum Sozialtraining, um ihr Verhalten zu überdenken.
Susan L. (21, Name geändert) muss zum Sozialtraining, um ihr Verhalten zu überdenken.  © Peter Schulze

"Wir waren nicht wirklich zusammen", erklärte Falk E. (25) dem Richter über die kurze Affäre, die er im Oktober 2019 für beendet hielt. "Aber sie kam damit wohl nicht klar. Sie erklärte, es gäbe eine gute und eine böse Frau L. Die böse sollte ich besser nicht kennenlernen ..."

Von Stund an habe Susan wütende Nachrichten und Anrufe hinterlassen. Dabei blieb es nicht: "Ich war sauer auf ihn. Und nach einer Weihnachtsfeier bin ich dann zu ihm, um das zu klären. Ein Bekannter kam mit." 

Susan kam über den Balkon in die Wohnung des Ex, wo sie ihm 28 Weihnachtskugeln vor die Füße schleuderte. Die waren einst ein Geschenk, nun zerkratzte die Tannendeko das Laminat. 

"Dann habe ich ihn geohrfeigt." Und besagter, bislang unbekannter Kumpel kam dazu und prügelte Falk zusammen. 

"Ich wurde kurz bewusstlos. Und anfangs traute ich mich nicht, die Polizei zu rufen", so das Opfer. Denn die Täterin hatte weiteren Ärger angedroht, falls Falk Anzeige erstattet.

"Sie können froh sein, dass Sie noch unter Jugendstrafrecht fallen", schimpfte der Amtsrichter mit der Angeklagten. "Sonst wären hier mindestens sechs Monate fällig gewesen. Was Sie sich geleistet haben, ist jenseits von Gut und Böse. Sie sollten mal stark über Ihr Verhalten nachdenken." 

Das kann Susan nun ausführlich: Der Richter wies sie als Urteil dazu an, einen sozialen Trainingskurs zu absolvieren.

Titelfoto: Peter Schulze

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