Untreue-Prozess: Wer hat 21.500 Euro vom Firmenkonto geklaut?

Dresden - Eine Bürokraft, eine Gärtnerin, ein Karosseriebauer und eine Putzfrau schmeißen eine Firma für die Betreuung alter Menschen. Gute Idee, aber nun geht's um Untreue: Eine Gärtnerin und eine Bürokraft sollen sich 21.500 Euro vom Firmenkonto unter den Nagel gerissen haben - was sie vorm Amtsgericht Dresden allerdings vehement bestreiten.

Haben Kerstin K. (54, l.) und Anja K. (42) 21.500 Euro veruntreut? Das versucht das Amtsgericht Dresden herauszufinden.
Haben Kerstin K. (54, l.) und Anja K. (42) 21.500 Euro veruntreut? Das versucht das Amtsgericht Dresden herauszufinden.  © Peter Schulze

Kerstin K. (55) und Anja K. (42) sind sich keiner Schuld bewusst.

"Ich war für die Akquise zuständig", sagt Kerstin, die seit Jahren als Altenbegleiterin tätig ist. "Ich habe vor Ort gearbeitet, nie Geld an mich genommen oder irgendwas mit Konten zu schaffen gehabt."

Anja K. arbeitete im Büro: "Aber ich schrieb Rechnungen auf Anweisung des Chefs. Ich holte mit seinem Wissen Geld vom Konto und legte es in seinen Schreibtisch. Gebucht habe ich das nicht. Das wollte er immer selber machen. Ich behielt nicht einen Euro für mich."

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Doch laut Anklage "überredeten" die Damen ihren Chef, als er krank wurde, eine Putzfrau als "Scheingeschäftsführerin" einzustellen.

So gelangten sie angeblich an die Vollmachten und hoben sich besagte 21.500 Euro ab.

Der Ex-Chef und Karosseriebauer Andreas S. (44) erklärte als Zeuge, er sei nach seinem Herzinfarkt aus der Firma gedrängt worden. Von einer "Schwarzen Kasse" im Schreibtisch wisse er nichts.

Der Prozess wird fortgesetzt.

Titelfoto: Peter Schulze

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