Verkäuferin streitet sich mit Chat-Partner und schwärzt ihn an: Polizei ermittelte gegen falschen Dealer

Dresden - Das hatte sich ein Dresdner Single mit Sicherheit anders vorgestellt: Im Dating-Portal "Lovoo" hatte er Gina S. (23) kennengelernt, mit ihr gechattet und telefoniert. So weit, so schön.

Gina-Maria S. (23) musste sich wegen falscher Verdächtigung vor dem Amtsgericht in Dresden verantworten.
Gina-Maria S. (23) musste sich wegen falscher Verdächtigung vor dem Amtsgericht in Dresden verantworten.  © Ove Landgraf

Gern hätte der junge Mann die Verkäuferin auch persönlich getroffen - doch stattdessen stand plötzlich die Polizei vor seiner Tür.

Der Grund: Gina hatte ihn bei einem Polizisten, mit dem sie ebenfalls über das Portal geflirtet hatte, "angezinkt". Angeblich wäre er Drogendealer, hätte Rauschgift in seiner Sporttasche deponiert.

Laut Anklage handelte sie aus Rache und hockte nun wegen falscher Verdächtigung vorm Amtsrichter in Dresden. "Ich hatte Streit mit ihm," sagte Gina kleinlaut. "Ich hätte nicht gedacht, dass es solche Ausmaße annimmt."

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Stimmt: nicht nur, dass gegen ihren "Lover" ermittelt wurde. Auch Gina bekam Ärger mit der Justiz.

Per Strafbefehl sollte sie 900 Euro Strafe zahlen, legte aber Einspruch ein. Im Prozess machte ihr die Staatsanwältin klar, dass es für sie sogar noch teurer werden könnte.

Gina gab nach und zahlt ihre Strafe.

Titelfoto: Ove Landgraf

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