Wegen Affäre-Gerüchten: Köchin wurde zur Furie

Dresden - Aus Gerede wurden Straftaten: In Übigau wohnte Nadine N. (35) mit einer weiteren Familie fast Tür an Tür. Doch weil die Frau von nebenan Gerüchte verbreitet haben soll, begann Nadine ihre Nachbarin zu beleidigen, ihr zu drohen und zu randalieren. Das wurde nun teuer.

Nadine N. (35) terrorisierte über Wochen hinweg ihre Nachbarin.
Nadine N. (35) terrorisierte über Wochen hinweg ihre Nachbarin.  © Peter Schulze

20 Punkte umfasste der Strafbefehl, der am Dienstag vor dem Dresdner Amtsgericht gegen die gelernte Beiköchin vorlag: Immer wieder soll sie das Auto ihrer Nachbarin mit unflätigen Schimpfworten beschmiert, ihr Drohnachrichten geschrieben und sogar die Tochter übel beschimpft haben.

Immerhin 15 der Anklagepunkte räumte sie ein, bei fünf sei sie allerdings gar nicht dagewesen.

Diese fünf Punkte stellte das Gericht ein, für den Rest wurde die fünffache Mutter zu 165 Tagessätzen zu je 7 Euro, also insgesamt 1155 Euro verurteilt. Immerhin weniger als der zuvor erlassene Strafbefehl (180 Tagessätze zu je 10 Euro).

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Grund der aneinandergereihten Hassattacken: Die Nachbarin soll Nadines Mann erzählt haben, dass das aktuelle Kind auf eine Affäre zurückging.

Daraufhin soll der Familiensegen gehörig schief gehangen haben. Seit das Kind nun allerdings auf der Welt ist, soll der Streit vorbei sein.

Titelfoto: Peter Schulze

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