Wegen Corona: Prozess gegen Dresdner Juwelen-Diebe muss verschoben werden

Dresden - Mit einem langen Verfahren im Remmo-Prozess war ja ohnehin zu rechnen. Doch nun muss einer der sechs mutmaßlichen Juwelendiebe (22 bis 28 Jahre alt) aus dem Grünen Gewölbe auch noch coronabedingt in Quarantäne.

Derzeit müssen die Angeklagten in ihren Zellen bleiben – bis alle Beteiligten wieder negative Testergebnisse vorweisen können.
Derzeit müssen die Angeklagten in ihren Zellen bleiben – bis alle Beteiligten wieder negative Testergebnisse vorweisen können.  © xcitepress

Die kommenden zwei Prozesstage fallen schon mal aus.

Eigentlich hatte die Jugendkammer, die im Hochsicherheitsgericht am Dresdner Hammerweg gegen mutmaßliche Mitglieder des Remmo-Clans verhandelt, ein straffes Programm.

Kommende Woche sollte sowohl Wachpersonal von Semperoper als auch vom Grünen Gewölbe gehört werden. Außerdem sollte eine Passantin aussagen.

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Und vier Schutzpolizisten, die als Erste nach dem Bruch vor Ort waren, sollten dem Gericht ebenfalls ihre Eindrücke schildern.

Laut Anklage hatten die sechs mutmaßlichen Täter im November 2019 Juwelen, Brillanten und Diamanten im Wert von über 113 Millionen Euro aus dem Museum geklaut.

Frühestens im März kann weiterverhandelt werden

Im November 2019 brachen die Täter in das Residenzschloss und das Grüne Gewölbe in Dresden ein.
Im November 2019 brachen die Täter in das Residenzschloss und das Grüne Gewölbe in Dresden ein.  © Sebastian Kahnert/ZB/dpa

Doch aus den Zeugenvernehmungen wird nun nichts.

Wegen einem positiven Corona-Test müssen die Angeklagten vorerst bleiben, wo sie derzeit sind - jeder in seiner Haftzelle.

Ehe nicht alle Beteiligten wieder negative Testergebnisse vorweisen können, ist an einen Fortgang der Verhandlung nicht zu denken.

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Frühestens im März, so teilte das Landgericht, mit kann weiterverhandelt werden.

Titelfoto: xcitepress

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