Weil das Baby ihn beim Fernsehen störte: Fleischer machte seiner Frau das Leben zur Hölle

Dresden - Szenen einer offenbar unschönen Ehe: Mario H. (56) muss sich am Amtsgericht Dresden verantworten. Der Fleischer hat laut Anklage seine Frau böse vermöbelt. Seiner Meinung nach ist seine Gattin jedoch eine "theatralische Laienschauspielerin".

Mario H. (56) will sich nun so schnell wie möglich scheiden lassen.
Mario H. (56) will sich nun so schnell wie möglich scheiden lassen.  © Peter Schulze

"Es gab ja viele Anekdoten", erklärte Mario dem Richter, der allerdings nur zu zwei konkreten Vorwürfen Auskunft haben wollte. 

Denn laut Anklage würgte der Fleischer seine Frau in der gemeinsamen Löbtauer Wohnung, schubste sie gegen einen Schrank. Als sie vom Arzt wiederkam, war er sauer darüber, dass sie dem Mediziner gesagt hatte, dass die Würgemale von ihm sind. Prompt legte er ihr ein Kabel um den Hals, zog zu und schlug ihr auf die Nase. 

Eine weitere Anklage wirft Mario vor, er habe die Frau umgeschubst und ihre einmonatige Tochter als Bastard beschimpft.

"Damit meinte ich nicht das Kind, sondern sie. Denn sie ist ja ein Bastard", erklärte der Angeklagte. Die "geschädigte Person" habe seit Wochen gedroht auszuziehen, das aber nie gemacht. Es gab wegen des Kindes nur noch Streit. 

Mario musste wegen des Schlafrhythmus des Babys auf Fernsehen verzichten. "Das war verheerend für mich." In seiner Rage habe er ihre Sachen zusammengepackt und sie sei "über den Müll gestolpert".

Die Würgemale stammen angeblich ebenfalls nicht von ihm. Das Paar habe sich seinerzeit nur ums Handy gestritten, dabei sei die Frau ausgerutscht. Dass die Gattin nach dem einen Vorfall ins Frauenhaus geflohen und nach dem zweiten endgültig ausgezogen sei, kommentierte er mit Achselzucken. Urteil folgt. 

Titelfoto: Peter Schulze

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