"Zeigefreudig" vor spielenden Kindern: Fummler kriegt erneut Bewährung

Dresden - Mit 53 Jahren bekommt Heiko L. jetzt einen Bewährungshelfer zur Seite gestellt. Das entschied am Dienstag die Amtsrichterin

Der Prozess fand am Amtsgericht statt.
Der Prozess fand am Amtsgericht statt.  © Holm Helis

Mit dieser Maßnahme will die Justiz erwirken, dass Heiko L. zur Therapie geht und sich nie wieder wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verantworten muss. 

Er hatte im Sommer 2019 vor spielenden Kindern an sich herumgefummelt.

Drei Kinder spielten damals im Innenhof eines Wohnblocks im Dresdner Süden. Plötzlich entdeckte eine 8-Jährige Heiko L. an seinem offenen, bodentiefen Fenster. Er stand "untenrum" nackt da und manipulierte an sich herum. 

Das verstörte Kind lief heim. Die Mutter alarmierte die Polizei. "Wir haben dann bei ihm geklingelt. Er kommentierte die Vorwürfe mit 'Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag'", so ein Beamter.

Im Prozess sagte Heiko L.: "Ich bewege mich in meiner Wohnung frei. Und ich hatte was getrunken", gab dann aber zu: "Der Vorwurf stimmt. Ich habe aber gehofft, das Kind sieht mich nicht." 

Die Richterin konterte: "Das glaube ich Ihnen nicht. Das Kind hat in der Vernehmung gesagt, dass der Mann freundlich schaute." Er habe sehr wohl in Ansehung des Kindes agiert. 

Sie verurteilte Heiko L. zu acht Monaten Haft, ausgesetzt auf Bewährung.

Titelfoto: Holm Helis

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