Zollbeamter lud sich mehrfach Kinderpornos herunter

Dresden - Als Zollbeamter soll Veit S. (56) eigentlich für die Einhaltung von Recht und Gesetz sorgen. Stattdessen stand der Dresdner heute als Angeklagter vor dem Amtsgericht. Vorwurf: Verbreitung, Erwerb und Besitz von Kinderpornos.

Veit S. (56) hat mehrfach Kinderpornos runtergeladen.
Veit S. (56) hat mehrfach Kinderpornos runtergeladen.  © Thomas Türpe

Nach einem Hinweis aus den USA an das Bundeskriminalamt wurde deshalb im September 2017 seine Wohnung durchsucht und unter anderem der Computer beschlagnahmt. Darauf gefunden wurden aber lediglich zwei Kopien eines Vorschaufotos mit einschlägigem Inhalt. 

In den Protokollen einer installierten Online-Tauschbörse fanden die beauftragten Computerexperten außerdem 58 Dateieinträge, deren Namen auf Kinderpornos schließen lassen.

Die Dateien selbst wurden allerdings nicht gefunden. Ebensowenig wie ein Video, dass sich der Beamte wohl angeschaut hat. 

Dass er die Dateien aus Versehen runtergeladen hat, schloss der Experte aus. So sah es auch Richter Jochen Meißner. 

Hinweise, dass Veit S. die Dateien wissentlich anderen Nutzern zur Verfügung gestellt hat, sah er allerdings nicht: "Er wollte sie besitzen und wieder loswerden."

Geldstrafe für Kinderporno-Beamten

Am Ende wurde der Beamte deshalb nur wegen des Besitzes von kinderpornografischen Schriften in sieben Fällen zu einer Geldstrafe von insgesamt 7200 Euro verurteilt. 

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Wenn es das wird, droht dem Mann zudem die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis.

Titelfoto: Thomas Türpe

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