Autofahrer (32) rast über rot und verletzt Radfahrer (57) tödlich: Urteil zu milde?

Frankfurt am Main - Nach einem Unfall mit einem Todesopfer ist ein 32 Jahre alter Autofahrer am Montag vom Amtsgericht Frankfurt zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden.

Weil er mit überhöhter Geschwindigkeit über eine rote Ampel fuhr, verletzte der 32-Jährige den 57-jährigen Radfahrer so schwer, dass dieser verstarb (Symbolfoto).
Weil er mit überhöhter Geschwindigkeit über eine rote Ampel fuhr, verletzte der 32-Jährige den 57-jährigen Radfahrer so schwer, dass dieser verstarb (Symbolfoto).  © 123RF/valerianic

Zusätzlich wurde eine Führerscheinsperre von drei Jahren verhängt. Der Angeklagte hatte im September vergangenen Jahres an einer Kreuzung in Frankfurt mit Tempo 90 eine rote Ampel überfahren und einen betrunkenen Fahrradfahrer erfasst, der ebenfalls bei Rot die Straße überqueren wollte. An der Stelle galt Tempo 50.

Das 57 Jahre alte Opfer wurde vier Meter hoch geschleudert und starb noch am Unfallort. Vor Gericht hatte der Angeklagte ein Geständnis abgelegt und den Unfall bedauert. Seither habe er mehrere verkehrspsychologische Seminare besucht und befinde sich in therapeutischer Behandlung.

Ein technischer Sachverständiger stellte fest, dass der Unfall bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde vermeidbar gewesen wäre. Daran ändere auch eine gewisse Mitschuld des Getöteten wenig.

Die Staatsanwaltschaft hatte deshalb eine Haftstrafe von zwei Jahren und vier Monaten beantragt.

Die Amtsrichterin beließ es bei der Bewährungsstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Titelfoto: 123RF/valerianic

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