Bluttat in Frankfurt: Nachbar mit Stachelwalze angegriffen und verletzt

Frankfurt am Main - Wegen eines Angriffs mit Stachelwalze und Fleischhammer auf einen Nachbar, ist ein 75 Jahre alter Rentner am Freitag vom Landgericht Frankfurt dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht worden.

Der Prozess vor dem Landgericht Frankfurt startete im Oktober (Symbolbild).
Der Prozess vor dem Landgericht Frankfurt startete im Oktober (Symbolbild).  © Paul Zinken/dpa

Von dem Täter gehe aufgrund einer "wahnhaften schizophrenen Störung" eine erhebliche Gefahr für die Allgemeinheit aus – da waren sich Staatsanwaltschaft und Gericht einig.

Der psychiatrische Sachverständige hatte zuvor eine entsprechende Expertise abgegeben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Hintergrund der Bluttat waren diverse angebliche Bestrahlungen, von denen sich der Beschuldigte in dem Mietshaus in Frankfurt-Sachsenhausen seit längerer Zeit beeinträchtigt fühlte und deren Ursache er in dem fünf Jahre jüngeren Wohnungsnachbarn und dessen Ehefrau sah.

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Deshalb kam es bereits einige Monate zuvor zu einem Übergriff, bei dem die Wohnungstüre beschädigt wurde. Im November vergangenen Jahres lauerte er dem Nachbarn schließlich im Treppenhaus auf.

In dem seit Anfang Oktober in Frankfurt laufenden Prozess legte der Täter ein Geständnis ab und entschuldigte sich bei dem Nachbarn.

75-Jähriger hat sich laut Gericht nicht von Bestrahlungsphantasien gelöst

Laut Gericht ist eine Unterbringung gleichwohl geboten. Noch immer habe sich der 75-Jährige trotz regelmäßiger Medikamenteneinnahme nicht von seinen Bestrahlungsphantasien gelöst, hieß es.

Ein stationärer Aufenthalt sei deshalb dringend geboten.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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