Deutsche Studentin in Italien unter Drogen gesetzt und von Klippe gestoßen?

Marburg/Kassel/Imperia (Italien) - Der Prozess um den Sturz einer Studentin aus Hessen von einer Klippe in Norditalien soll im April 2021 fortgesetzt werden.

Der Angeklagte soll im Juli 2018 in Sanremo die damals 21-Jährige am Meer einen Abhang hinab gestoßen haben (Symbolfoto).
Der Angeklagte soll im Juli 2018 in Sanremo die damals 21-Jährige am Meer einen Abhang hinab gestoßen haben (Symbolfoto).  © Guo Qiuda/XinHua/dpa

Das teilte der Verteidiger des Angeklagten am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Verfahren gegen den Mann hatte in der Küstenstadt Imperia in Ligurien Anfang März begonnen.

Ihm wurden zu Beginn ein versuchter sexueller Übergriff, fahrlässige Körperverletzung und Drogenvergehen zur Last gelegt. Der Mann soll im Juli 2018 in Sanremo die damals 21-Jährige am Meer einen Abhang hinab gestoßen haben (TAG24 berichtete).

Wie der Anwalt weiter erläuterte, habe die Frau für eine am Dienstag angesetzte Anhörung ein ärztliches Attest vorgelegt, wonach sie nicht erscheinen könne. Daraufhin sei der Termin vertagt und ein neuer Gerichtstermin für April 2021 angesetzt worden.

Die Frau war in die Tiefe gestürzt und hatte sich schwer verletzt. Der Angeklagte soll der Urlauberin auch Drogen gegeben haben. Nachdem er festgenommen worden war, bestritt er die Vorwürfe und sprach von einem Unglück. Die Frau war Anfang 2019 in Deutschland von der Kasseler Polizei zum Geschehen vernommen worden.

Sie leidet nach früheren Angaben ihrer Mutter an den Folgen der Tat. Der Prozess hatte sich aus unterschiedlichen Gründen mehrfach verzögert.

Titelfoto: Guo Qiuda/XinHua/dpa

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