66-Jähriger soll Nachbarn wegen Ruhestörung erstochen haben

Frankfurt am Main - Er soll seinen Wohnungsnachbarn aus Ärger über Lärm erstochen haben (TAG24 berichtete): Von heute an (9.30 Uhr) steht ein 66-Jähriger vor dem Landgericht Frankfurt.

Als die Einsatzkräfte schließlich eintrafen, war der 70-Jährige bereits verblutet (Symbolbild).
Als die Einsatzkräfte schließlich eintrafen, war der 70-Jährige bereits verblutet (Symbolbild).  © 123rf/Jean-Marie Guyon

Die Anklage legt dem Rentner Totschlag zur Last.

Der Vorfall ereignete sich im Juli 2019 in der Wohnung des 70 Jahre alten Opfers im Frankfurter Stadtteil Bornheim.

Zuvor hatte der angeklagte Deutsche den Ermittlungen zufolge die Polizei benachrichtigt und angekündigt, den Nachbarn "abstechen" zu wollen.

Als die Einsatzkräfte schließlich eintrafen, war der 70-Jährige bereits verblutet.

Die Schwurgerichtskammer hat zunächst drei Verhandlungstage anberaumt.

Update 16.55 Uhr: Angeklagter bestreitet Tat

Das Landgericht Frankfurt hat zunächst drei Verhandlungstage anberaumt.
Das Landgericht Frankfurt hat zunächst drei Verhandlungstage anberaumt.  © dpa/Frederik von Erichsen

Zum Beginn des Prozesses bestritt der 66-jährige Angeklagte die Tat. Er habe seinen Nachbarn nicht angegriffen, sagte der Mann.

Als ihm der Richter das sichergestellte Tatwerkzeug - ein Küchenmesser- zeigte, sagte der Rentner: "Das Messer ist nicht von mir."

In der Wohnung über der des Angeklagten in einem Hochhaus in Frankfurt-Bornheim gab es offenbar öfters Ruhestörungen. Auch zwei Untermieter, die bei ihm wohnten, hätten sich mehrfach über nächtliche Klopfgeräusche beschwert.

Nach dem Tod des Nachbarn kam der Angeklagte zunächst in Untersuchungshaft. Später wurde der Haftbefehl jedoch außer Vollzug gesetzt, so dass der Mann trotz des schweren Tatvorwurfs derzeit auf freiem Fuß ist.

Bei seiner ersten polizeilichen Vernehmung hatte der Rentner erklärt, von dem späteren Opfer angegriffen worden zu sein.

Titelfoto: 123rf/Jean-Marie Guyon

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