Erster Prozess um Sommer-Krawalle auf Frankfurter Opernplatz startet

Frankfurt am Main - Vor dem Amtsgericht Frankfurt steht ab dem heutigen Mittwoch (11.30 Uhr) das erste Verfahren rund um die Krawalle auf dem Frankfurter Opernplatz vom vergangenen Juli an.

Der Opernplatz im Herzen Frankfurts hatte sich im vergangenen Sommer angesichts geschlossener Clubs und Diskotheken zu einer Partyzone unter freiem Himmel entwickelt.
Der Opernplatz im Herzen Frankfurts hatte sich im vergangenen Sommer angesichts geschlossener Clubs und Diskotheken zu einer Partyzone unter freiem Himmel entwickelt.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Angeklagt ist ein 20-Jähriger wegen schweren Landfriedensbruchs, versuchter Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Er soll unter anderem eine Glasflasche in Richtung eines Beamten geworfen und sich gegen seine anschließende Festnahme zur Wehr gesetzt haben.

Der Opernplatz im Herzen Frankfurts hatte sich im vergangenen Sommer angesichts geschlossener Clubs und Diskotheken zu einer Partyzone unter freiem Himmel entwickelt.

Auch am Wochenende des Vorfalls hatten bis zu 3500 Menschen zunächst friedlich gefeiert. In den frühen Morgenstunden kam es dann zu den Angriffen auf die Beamten und ihre Fahrzeuge.

Dabei sollen laut Staatsanwaltschaft fünf Polizisten verletzt worden sein. Zudem sollen die Randalierer einen Sachschaden in Höhe von mindestens 14.000 Euro verursacht haben.

Das Verfahren gegen den 20-Jährigen will die Jugendgerichts-Abteilung des Amtsgerichts an nur einem Verhandlungstag abschließen.

Update, 15.32 Uhr: Angeklagter legt Geständnis ab

Mit einem Geständnis des Angeklagten hat am Mittwoch der erste Prozess um die Krawalle auf dem Frankfurter Opernplatz im Sommer 2020 begonnen.

Vor dem Amtsgericht Frankfurt räumte der 20-Jährige am Mittwoch ein, im Juli 2020 eine Glasflasche in Richtung von Polizeibeamten geworfen zu haben. Nach seiner Festnahme waren mehr als ein Promille Alkohol im Blut festgestellt worden.

Vor diesem Hintergrund habe er sich zu der Tat hinreißen lassen, sagte der Angeklagte. Er gehörte seinerzeit zu insgesamt acht Menschen, die vorübergehend festgenommen worden waren.

Update, 16.33 Uhr: 20-Jähriger verwarnt

Der 20-jährige Student muss nun 50 gemeinnützige Arbeitsstunden sowie eine Geldauflage von 500 Euro leisten. Die Jugendrichterin empfahl ihm darüber hinaus die Lektüre eines Buches einer Polizeibeamtin über deren Alltagserfahrungen im Dienst.

Das Gericht ging bei dem Urteil nach Jugendstrafrecht unter anderem von schwerem Landfriedensbruchs, versuchter gefährlicher Körperverletzung sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte aus.

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst

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