Ex-Freundin vor Supermarkt erstochen: 13 Jahre Haft gefordert

Frankfurt am Main - Im Prozess um tödliche Messerstiche vor einem Frankfurter Supermarkt (TAG24 berichtete) fordert die Staatsanwaltschaft 13 Jahre Haft für den 44 Jahre alten Angeklagten.

Die Urteil vor dem Landgericht Frankfurt wird voraussichtlich am kommenden Montag (14. Dezember) verkündet werden.
Die Urteil vor dem Landgericht Frankfurt wird voraussichtlich am kommenden Montag (14. Dezember) verkündet werden.  © dpa/Frederik von Erichsen

Der schwedische Staatsangehörige habe sich des Totschlags schuldig gemacht, indem er seine 24 Jahre alte Ex-Lebensgefährtin im Oktober 2019 mit zahllosen Messerstichen getötet habe, sagte die Anklagevertreterin.

Die Verteidigung forderte am Montag vor dem Landgericht eine niedrigere Strafe, ohne ein konkretes Strafmaß zu nennen. Die Schwurgerichtskammer wird voraussichtlich am kommenden Montag (14. Dezember) das Urteil verkünden.

Die Staatsanwaltschaft war trotz der großen Brutalität der Tat bereits in der Anklage von einem Mordvorwurf abgerückt. Man habe nicht genügend Anhaltspunkte dafür, dass das Opfer bei dem Angriff "arg- und wehrlos" gewesen sei.

Gegen das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe spreche der Umstand, dass ein ganzes Bündel an Motiven vorhanden sei: "Frustration, Eifersucht, Zurückweisung»" sagte die Staatsanwältin.

Die 24-Jährige hatte den Ermittlungen zufolge dem Angeklagten kurz vor der Tat das Ende der Beziehung verkündet. Das Tatmesser bezahlte sie dabei in dem Supermarkt von ihrem eigenen Geld.

Vor Gericht hat der Angeklagte die Tat gestanden. Eine verminderte Schuldfähigkeit schlossen sowohl der psychiatrische Sachverständige als auch die Anklagevertreterin aus.

Titelfoto: dpa/Frederik von Erichsen

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