Lebensgefährlicher Attacke am Bahnhof Neu-Anspach erwartet: Urteil verschoben

Neu-Anspach/Frankfurt - Mehr als ein Jahr nach der lebensgefährlichen Attacke auf einen Fahrgast an einem Bahnsteig in Neu-Anspach (Hochtaunuskreis) will das Frankfurter Landgericht um 15.30 Uhr sein Urteil verkünden.

Die Angeklagten konnten von der Polizei kurz nach der Tat festgenommen werden. (Symbolbild)
Die Angeklagten konnten von der Polizei kurz nach der Tat festgenommen werden. (Symbolbild)  © 123rf/Christian Horz

Der 25-jährige Mann war mit einem Messer gestochen sowie geschlagen und getreten worden. Hintergrund soll ein von dem Mann zuvor offenbar verweigerter Handschlag gewesen sein.

Die beiden mutmaßlichen Haupttäter, ein 24-Jähriger und ein 23-Jähriger, sind wegen versuchten Totschlags angeklagt.

Nach der Beweisaufnahme rückte die Staatsanwältin von diesem Vorwurf jedoch ab und beantragte jeweils mehrjährige Haftstrafen für die beiden Männer wegen gefährlicher Körperverletzung mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung.

Der Rechtsanwalt des 24-Jährigen beantragte einen Freispruch. Die Rechtsanwältin des 23-Jährigen plädierte für ihren Mandanten auf eine Haftstrafe von höchstens neun Monaten wegen Körperverletzung im Zustand verminderter Schuldfähigkeit.

Beide Angeklagte waren kurz nach der Tat im November 2019 festgenommen worden und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Außerdem ist in diesem Fall ein 18-Jähriger wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Der Prozess hatte sich vor allem wegen etlicher Beweisanträge der Verteidigung über fünf Monate gezogen.

Update, 19.08 Uhr: Urteil verschoben, weitere Verhandlungstage anberaumt

Nach der lebensgefährlichen Attacke auf einen Fahrgast am Bahnhof in Neu-Anspach hat sich am Montag die geplante Urteilsverkündung am Frankfurter Landgericht verzögert.

Auf Antrag der Verteidigung wurde wieder in die Beweisaufnahme eingetreten. Nun soll nach einer jungen Frau gesucht werden, mit der einer der mutmaßlichen Haupttäter zur Tatzeit zusammen gewesen sein soll.

Dieser hatte in dem Prozess gesagt, er wisse ihren Namen nicht. Einer seiner Mithäftlinge soll nun geäußert haben, die Frau zu kennen. Das Gericht hat weitere Verhandlungstage anberaumt. Ein neuer Termin zur Urteilsverkündung steht noch nicht fest.

Titelfoto: 123rf/Christian Horz

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