BMW aus Versehen für einen Euro bei Ebay verkauft: Gericht fällt Urteil

Frankfurt am Main - Aus dem Mega-Schnäppchen auf der Internet-Plattform Ebay ist nichts geworden: Das Oberlandesgericht Frankfurt hat den Verkäufer eines gebrauchten Autos davor bewahrt, dass er seinen BMW im Wert von mindestens 12.000 Euro für nur einen Euro herausgeben muss.

Der Mann hatte sich in seiner Auktions-Beschreibung fehlerhaft ausgedrückt und "Preis 1€" geschrieben, damit aber lediglich den Startpreis der Auktion gemeint (Symbolbild).
Der Mann hatte sich in seiner Auktions-Beschreibung fehlerhaft ausgedrückt und "Preis 1€" geschrieben, damit aber lediglich den Startpreis der Auktion gemeint (Symbolbild).  © 123Rf/olegdudko

Der Mann hatte sich in seiner Auktions-Beschreibung fehlerhaft ausgedrückt und "Preis 1€" geschrieben, damit aber lediglich den Startpreis der Auktion gemeint.

Das automatisiert bestätigte Sofortkauf-Gebot des Klägers über einen Euro führte nicht zu einem bindenden Kaufvertrag.

Bereits das Landgericht Frankfurt bewertete als Vorinstanz die Preisangabe als Versehen.

Unter anderem mit dem Zusatz "Sofort-Angebote sind gerne erwünscht" sei deutlich geworden, dass der Anbieter das Auto versteigern und nicht für einen Euro verkaufen wollte.

Auch habe er rechtswirksam dem Geschäft sofort widersprochen. Dem Kläger stehe daher auch kein Schadenersatz für das nicht ausgehändigte Auto zu.

Die Entscheidung des Landgerichts ist rechtskräftig, nachdem der Kläger nach einem Hinweis-Beschluss des Oberlandesgerichts seine Berufung zurückgenommen hatte.

Titelfoto: 123Rf/olegdudko

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