Heiratsschwindler nutzt Liebes-Sehnsucht von Frauen aus, dann wird er selbst zum Opfer

Frankfurt am Main - Als mutmaßlicher Heiratsschwindler hat sich seit Montag ein 49-Jähriger vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten. Der Mann bestritt vor Gericht jede böse Absicht.

Fotomontage: Laut Anklage bat der 49-Jährige nach mehreren Liebesbezeugungen um ein Darlehen von 70.000 Euro Symbolbild).
Fotomontage: Laut Anklage bat der 49-Jährige nach mehreren Liebesbezeugungen um ein Darlehen von 70.000 Euro Symbolbild).  © Montage: 123RF/olegdudko, DPA/Frank Rumpenhorst

Die Festnahme des Angeklagten ermöglichte im November vergangenen Jahres ausgerechnet ein früheres Opfer eines Heiratsbetrügers. 

Die 58-Jährige hatte sich zum Schein im Internet mit dem Angeklagten eingelassen und einen Übergabetermin mit "Chris" in einem Frankfurter Restaurant arrangiert, bei dem auch die Polizei und die Staatsanwaltschaft anwesend waren. AZ 3626 Js 249172/19

Laut Anklage bat der 49-Jährige nach mehreren Liebesbezeugungen um ein Darlehen von 70.000 Euro, mit dem der angeblich als Ölunternehmer auf einer Bohrinsel im Atlantik tätige Mann Maschinen für einen Großauftrag habe kaufen wollen. 

Die Zeugin schilderte vor Gericht ein ganzes Netzwerk diverser Beziehungsinteressenten. Nachdem sie früher einmal auf einen derartigen Betrüger hereingefallen sei, habe sie sich zwischenzeitlich einem "Forum" angeschlossen, das mit der Polizei zusammenarbeite und derartigen Schwindel regelmäßig hochgehen lasse.

Der Angeklagte sagte vor Gericht, er habe lediglich einem Bekannten zugesagt, den Geldbetrag für ihn in dem Lokal entgegenzunehmen. Die Strafkammer hat vorerst noch einen weiteren Verhandlungstag Ende April terminiert.

Titelfoto: Montage: 123RF/olegdudko, DPA/Frank Rumpenhorst

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