Mordversuch: Mann soll Behinderten im Rollstuhl auf U-Bahn-Gleis gestoßen haben

Frankfurt am Main - Weil er einen behinderten Mann im Rollstuhl auf das U-Bahn-Gleis gestoßen haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen einen 69-Jährigen wegen Mordversuchs erhoben.

Die U-Bahn kam nach einer Vollbremsung etwa einen Meter vor dem 32-Jährigen zum Stehen (Symbolbild).
Die U-Bahn kam nach einer Vollbremsung etwa einen Meter vor dem 32-Jährigen zum Stehen (Symbolbild).  © dpa/Marijan Murat

Die Tat ereignete sich im Januar dieses Jahres in Frankfurt-Dornbusch (TAG24 berichtete).

Dort soll zunächst auf dem Bahnsteig zu einem Streit zwischen dem Angeklagten und dem 32 Jahre alten, halbseitig gelähmten Mann gekommen sein soll. Das teilte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag mit.

Im Anschluss soll der 69-Jährige den Rollstuhl auf die Gleise gestoßen haben.

Der Vorfall war für den 32-Jährigen noch glimpflich verlaufen: Er erlitt durch den Sturz leichte Kopfverletzungen, und die einfahrende U-Bahn konnte durch eine Vollbremsung etwa einen Meter vor ihm zum Stehen gebracht werden.

Nach seiner Festnahme legte der mutmaßliche Täter nach Angaben Niesens ein Geständnis ab.

Er war bereits 2002 in Gießen wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden, die er bis Juni 2019 verbüßt hatte. Anschließend war er zur Bewährung entlassen worden. Verhandlungstermine stehen noch nicht fest.

Titelfoto: dpa/Marijan Murat

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Frankfurt am Main:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0