Nach Bomben-Drohung gegen Deutsche Bank: Diese Strafe erwartet den Erpresser

Frankfurt am Main - Wegen versuchter räuberischer Erpressung der Deutschen Bank ist ein 58-jähriger Mann am Dienstag vom Landgericht Frankfurt zu 4500 Euro Geldstrafe verurteilt worden. 

Der Berliner hatte im November vergangenen Jahres eine E-Mail an die Deutsche Bank geschickt, in der er die Zahlung von einer Million Euro verlangte (Symbolbild).
Der Berliner hatte im November vergangenen Jahres eine E-Mail an die Deutsche Bank geschickt, in der er die Zahlung von einer Million Euro verlangte (Symbolbild).  © DPA/Arne Dedert

Der Berliner hatte im November vergangenen Jahres eine E-Mail an die Bank geschickt, in der er die Zahlung von einer Million Euro verlangte. Anderenfalls "detoniert eine Bombe", erklärte er. Für die Zahlung gab er seinen Namen, die Adresse und die Nummer seines bei der Deutschen Bank geführten Girokontos an. 

Während er vergeblich auf den Eingang des Geldes wartete, stürmte ein Spezialeinsatzkommando der Polizei seine Wohnung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (Aktenzeichen 6151 Js 252758/19).

Zu dem Prozess in Frankfurt, der Hauptsitz der Bank, erschien lediglich sein Verteidiger. Dieser bezeichnete die Erpressungsaktion als "Hilferuf eines mit sich völlig überforderten Mannes". Kurz zuvor seien beide Eltern hintereinander gestorben, was der Sohn nicht verkraftet habe. 

Strafmildernd wurde die dilettantische Vorgehensweise des bislang noch nicht vorbestraften Mannes gewertet. Von einem "minderschweren Fall" aber wollte das Gericht nicht ausgehen. 

Dazu sei das Thema Drohmails "politisch zu aktuell und sensibel", so der Richter.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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