Nach Messer-Mord im Bahnhofsviertel: 43-Jähriger vor Einweisung in Psychiatrie

Frankfurt am Main - Nach Messerangriffen auf Passanten im Frankfurter Bahnhofsviertel mit einem Toten steht ein 43 Jahre alter Mann vor der Unterbringung in einer speziellen psychiatrischen Einrichtung.

Am 26. Januar 2021 verletzte der heute 43-Jährige zwei Menschen im Frankfurter Bahnhofsviertel schwer. Eines der Opfer starb später im Krankenhaus.
Am 26. Januar 2021 verletzte der heute 43-Jährige zwei Menschen im Frankfurter Bahnhofsviertel schwer. Eines der Opfer starb später im Krankenhaus.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Die Staatsanwaltschaft habe einen Antrag beim Landgericht Frankfurt gestellt, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag.

Rechtlich geht die Anklage von Mord, zweifachem versuchten Mord und versuchtem Totschlag aus.

Am 26. Januar dieses Jahres attackierte der polnische Staatsangehörige zunächst einen 41 Jahre alten Obdachlosen mit einem Messer. Ein Passant ging mit einem Reizgasspray dazwischen und vertrieb den Angreifer, wurde dabei aber leicht verletzt.

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Kurze Zeit später kam es zu einem tödlichen Angriff auf einen 70 Jahre alten Rentner. Das Opfer starb zwei Wochen später im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft geht vom Mordmerkmal der Heimtücke aus.

Nach seiner Festnahme sagte der Angeklagte, er habe die Taten begangen, weil er unbedingt in Untersuchungshaft wolle.

Eine innere Stimme habe ihm deshalb die Tötung von Menschen befohlen. Der Täter wurde vorläufig in einer Psychiatrie für Straftäter untergebracht.

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst

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