Opfer verweigerte Handschlag und wurde fast umgebracht: Drei junge Männer angeklagt

Frankfurt am Main/Neu-Anspach - Anklage wegen versuchten Totschlags beziehungsweise gefährlicher Körperverletzung hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen drei junge Männer erhoben

Zwei der drei Angeklagten müssen sich wegen versuchten Totschlags verantworten, dem dritten wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen (Symbolbild).
Zwei der drei Angeklagten müssen sich wegen versuchten Totschlags verantworten, dem dritten wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen (Symbolbild).  © 123rf/Somchai Rakin

Zwei von ihnen - ein 24 Jahre alter Syrer und ein 23 Jahre alter Afghane - werde dabei ein versuchtes Tötungs-Delikt zur Last gelegt, so Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag.

Dem 18 Jahre alten dritten Angeklagten wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Der Anklage zufolge soll das 25 Jahre alte Opfer Anfang November vergangenen Jahres nach dem Verlassen des Zuges der Taunusbahn auf dem Bahnsteig in Neu-Anspach (Hochtaunuskreis) nach einem Gerangel mit vier Messer-Stichen in den Rücken sowie mehreren Tritten in das Gesicht malträtiert worden sein.

Hintergrund soll ein von dem Mann zuvor offenbar verweigerter Handschlag gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass zumindest die beiden älteren Angeklagten den möglichen Tod des Opfers billigend in Kauf genommen hatten.

Der jüngere Angeklagte habe dagegen noch versucht, bei dem blutenden Opfer erste Hilfe zu leisten.

Alle drei Beschuldigte haben sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Verhandlungstermine für den Prozess vor der Jugendstrafkammer stehen noch nicht fest.

Titelfoto: 123rf/Somchai Rakin

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