Zwei Bekannte betrinken sich, dann tritt und schlägt einer den anderen zu Tode

Frankfurt am Main - Weil seine massiven Schläge und Tritte zum Tod eines Bekannten geführt hatten, ist ein 33 Jahre alter Mann am Dienstag vom Landgericht Frankfurt zu acht Jahren Haft verurteilt worden. 

Auf dem Heimweg nach einem gemeinsamen Trinkgelage gab es Streit zwischen den beiden Männern, der in der heftigen Auseinandersetzung endete (Symbolbild).
Auf dem Heimweg nach einem gemeinsamen Trinkgelage gab es Streit zwischen den beiden Männern, der in der heftigen Auseinandersetzung endete (Symbolbild).  © 123RF/dolgachov

Die Schwurgerichtskammer ging im Urteil von Körperverletzung mit Todesfolge aus, weil die Richter trotz 24 einzelner Gewaltattacken keinen bedingten Tötungsvorsatz feststellen konnten. Der Täter stand erheblich unter Alkohol- und Drogeneinfluss. AZ 3290 Js 232312/19

Die beiden Männer, die sich seit längerer Zeit kannten, hatten im Juli vergangenen Jahres zunächst in einem Lokal in Hattersheim (Main-Taunus-Kreis) gezecht. 

Auf dem Heimweg gab es Streit, der in der heftigen Auseinandersetzung endete. 

Dann aber half der Täter dem Opfer wieder auf die Beine und beide gingen gemeinsam in dessen Wohnung, wo weiter Alkohol und Drogen konsumiert wurden. 

Erst am nächsten Vormittag wurde der 38-Jährige tot auf dem Sofa gefunden. Er war an einer Hirnschwellung gestorben.

In dem seit April laufenden Prozess hatte der Angeklagte verschiedene Erklärungen für seinen gewalttätigen Angriff abgegeben. Bis zum Schluss behauptete er, in einer Notwehrsituation gewesen zu sein. 

Die Verteidigung verlangte deshalb auch einen Freispruch, während der Staatsanwalt zehn Jahre Haft wegen Totschlags gefordert hatte. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Titelfoto: 123RF/dolgachov

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