Frau wird von drei Männern in Abrisshaus gelockt und erlebt den blanken Horror

Frankfurt am Main - Nach einer Vergewaltigung einer Frau müssen sich von diesem Dienstag (9.15 Uhr) an drei Männer vor dem Landgericht Frankfurt verantworten.

Die drei Angeklagten sollen die Frau unter einem Vorwand in ein Abrisshaus im Frankfurter Ostend gelockt und dort über Stunden hinweg mehrfach vergewaltigt haben. (Symbolfoto, Bildmontage)
Die drei Angeklagten sollen die Frau unter einem Vorwand in ein Abrisshaus im Frankfurter Ostend gelockt und dort über Stunden hinweg mehrfach vergewaltigt haben. (Symbolfoto, Bildmontage)  © Montage: 123RF/Jordan Rowland, Katarzyna Białasiewicz

Die Staatsanwaltschaft legt den 28, 44 und 54 Jahre alten Angeklagten zur Last, im vergangenen Jahr die Frau unter einem Vorwand in ein Abrisshaus im Frankfurter Ostend gelockt und dort über Stunden hinweg mehrfach vergewaltigt zu haben.

Bei der Tat erlitt das Opfer laut Anklage schwere Verletzungen. Angeklagt ist deshalb auch der Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung.

Die Strafkammer hat mehrere Verhandlungstage bis Ende November terminiert.

Update, 16.52 Uhr: Angeklagte schweigen zum Prozessauftakt

Wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung einer 49-Jährigen in einem Abrisshaus sitzen seit Dienstag drei Männer im Landgericht Frankfurt auf der Anklagebank. Der Anklage zufolge hatten die 28, 44 und 54 Jahre alten mutmaßlichen Täter die Frau im Mai dieses Jahres in einem Park kennengelernt und unter einem Vorwand in das Haus im Frankfurter Ostend gelockt.

Während die Angeklagten zum Prozessauftakt noch keine Aussage machten, schilderte die 49-Jährige ausführlich, wie sie über Stunden hinweg von den Männern sexuell bedrängt und vergewaltigt worden sei (AZ 4871 Js 223188/20). Erst als die Männer eingeschlafen waren, gelang es der erheblich verletzten Frau, sich an einem Fenster bemerkbar zu machen. Passanten alarmierten die Polizei, die die Tatverdächtigen festnahm.

Die Frau hatte am ganzen Körper Wundmale und leidet seither psychisch unter dem Vorfall. Während ihrer Zeugenvernehmung fing sie immer wieder an zu weinen. Ihre Peiniger hätten sich praktisch "die Klinke in die Hand gegeben", sagte sie. Wahrscheinlich seien es auch mehr als die drei angeklagten Männer gewesen. Die mutmaßlichen Täter und das Opfer standen zum Tatzeitpunkt erheblich unter Alkoholeinfluss.

Die Strafkammer hat noch sechs weitere Verhandlungstage bis Anfang Dezember terminiert. Die Angeklagten haben die bulgarische Staatsbürgerschaft.

Titelfoto: Montage: 123RF/Jordan Rowland, Katarzyna Białasiewicz

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