Mordanklage: Falsche Ärztin soll für Tod von fünf Menschen verantwortlich sein

Fritzlar/Kassel - Nach mehreren Todesfällen in einem nordhessischen Krankenhaus (TAG24 berichtete) ist gegen eine mutmaßlich falsche Ärztin Anklage beim Landgericht Kassel erhoben worden.

Der Haupteingang der Klinik "Hospital zum Heiligen Geist". Eine mutmaßlich falsche Ärztin soll in der Klinik ohne entsprechende Ausbildung Patienten betäubt haben und den Tod von fünf Menschen verursacht haben.
Der Haupteingang der Klinik "Hospital zum Heiligen Geist". Eine mutmaßlich falsche Ärztin soll in der Klinik ohne entsprechende Ausbildung Patienten betäubt haben und den Tod von fünf Menschen verursacht haben.  © dpa/Uwe Zucchi

Der 49-Jährigen aus Kiel werde unter anderem Mord in fünf Fällen sowie gefährliche Körperverletzung in elf Fällen vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel am Montag.

Die Angeklagte hatte von 2015 bis 2018 in einer Klinik in Fritzlar im Schwalm-Eder-Kreis gearbeitet.

Sie soll sich mittels gefälschter Unterlagen eine Anstellung als Assistenzärztin in der Anästhesie erschlichen haben.

Dabei hatte sie laut Anklage eigenverantwortlich Betäubungen durchgeführt, obwohl sie nicht über die erforderliche Ausbildung verfügte.

Dadurch sei es mehrfach zu Behandlungs-Fehlern gekommen, wie beispielsweise die fehlerhafte Dosierung der Betäubungsmittel.

In fünf Fällen seien Patienten - zwei Männer im Alter von 58 und 80 Jahren und drei Frauen im Alter von 77, 81 und 86 Jahren - aufgrund der Fehlbehandlungen gestorben.

Titelfoto: dpa/Uwe Zucchi

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