Für ein Ferienhaus in Spanien? Mann soll Ehefrau getötet und im Müll entsorgt haben

Frankfurt am Main - Im Prozess gegen einen 38-Jährigen, der seine Ehefrau getötet haben soll, werden an diesem Donnerstag (9.30 Uhr) vor dem Landgericht Frankfurt die Plädoyers erwartet.

Der Angeklagte spiegelt sich zu Beginn des Mordprozesses im Gerichtssaal des Landgerichts Frankfurt in einer Trennscheibe.
Der Angeklagte spiegelt sich zu Beginn des Mordprozesses im Gerichtssaal des Landgerichts Frankfurt in einer Trennscheibe.  © DPA/Arne Dedert

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung und die Nebenklage werden voraussichtlich ihre Schlussvorträge halten.

Die Anklage lautet auf Mord aus Habgier. Der 38-Jährige soll seine 43 Jahre alte Frau im Oktober umgebracht haben, um sich in den Besitz von deren Eigentumswohnung in Frankfurt-Nied und des Ferienhauses in Spanien zu bringen.

Bei der Polizei hatte er stets seine Unschuld beteuert, vor Gericht geschwiegen. Knochenpartikel des Opfers waren Anfang vergangenen Jahres auf einer Mülldeponie gefunden worden.

Der Prozess hatte Anfang Februar begonnen.

Die Polizei durchsuchte eine Mülldeponie in Flörsheim am Main und fand dort Knochenreste der Verstorbenen. (Archivbild)
Die Polizei durchsuchte eine Mülldeponie in Flörsheim am Main und fand dort Knochenreste der Verstorbenen. (Archivbild)  © dpa/Silas Stein

Update, 15. April, 13.15 Uhr: Anklage fordert in Prozess um Knochenreste im Müll lebenslange Haft

Im Prozess um die Tötung einer Frau und die Entsorgung ihrer Leiche im Müll hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für den wegen Mordes angeklagten Ehemann des Opfers beantragt. Der Anklagevertreter ging in seinem Schlussvortrag am Donnerstag vor dem Landgericht Frankfurt davon aus, dass sich der 38-Jährige mit der Tat in den Besitz der Wohnung der Frau in Frankfurt-Nied habe bringen wollen. Dort habe er zusammen mit seiner neuen Freundin wohnen wollen.

Das 43 Jahre alte Opfer war im Oktober 2019 von dem Angeklagten zunächst als vermisst gemeldet worden. Später fanden sich Knochenreste auf einer Mülldeponie, die von der Frau stammten. In dem seit Februar laufenden Prozess hatte der Angeklagte zu dem Vorwurf geschwiegen.

Die Schwurgerichtskammer will am Freitag (16. April ab 12 Uhr) das Urteil verkünden.

Titelfoto: dpa/Silas Stein

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