Schwere Misshandlung: Überforderter Vater taucht Säugling kopfüber in heißes Wasser

Fulda - Das Urteil des Landgerichts Fulda gegen einen Mann wegen schwerer Misshandlung seines Babys ist rechtskräftig. Das teilte das Gericht am Mittwoch mit, nachdem keine Rechtsmittel eingelegt worden waren. 

Der Junge erlitt schwere Verbrennungen im Gesicht und musste in die Klinik (Symbolbild).
Der Junge erlitt schwere Verbrennungen im Gesicht und musste in die Klinik (Symbolbild).  © 123RF/Dmytro Lukiian

Der Angeklagte war am 27. Mai zu vier Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Verhängt wurde die Strafe wegen schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen und gefährlicher Körperverletzung. 

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor ein Strafmaß von fünf Jahren und drei Monaten gefordert. Die Verteidigung hielt nicht mehr als zwei Jahre für angemessen. Das Gericht sah es als erwiesen, dass der 33-Jährige aus dem osthessischen Heringen seinen damals 15 Monaten alten Sohn in einer Duschwanne absichtlich kopfüber in heißes Wasser tauchte. 

Der Junge erlitt schwere Verbrennungen im Gesicht und musste in die Klinik. Die Tat soll der alkohol- und drogenkranke Hartz-IV-Empfänger im September 2015 im Zustand verminderter Schuldfähigkeit begangen haben. Der Angeklagte äußerte sich nicht zu den Vorwürfen. 

Er sagte nur, er könne sich nicht erinnern und vermittelte den Eindruck, mit der Betreuung seines Sohnes überfordert gewesen zu sein. 

Die Mutter hatte das Kind wegen einer Wochenbett-Depression in die Obhut des Vaters gegeben.

Titelfoto: 123RF/Dmytro Lukiian

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Frankfurt am Main:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0