"Gehört abgeknallt": Rentner soll zu Mord an Lübcke aufgerufen haben

Gelnhausen/Kassel - Parallel zum Prozess um den Mord an Walter Lübcke ist am Donnerstag in Gelnhausen ein Rentner vor Gericht gekommen. 

Das Konterfei von Walter Lübcke (CDU) ist hinter einem Bundeswehrsoldaten am Sarg bei einem Trauergottesdienst in der Martinskirche zu sehen.
Das Konterfei von Walter Lübcke (CDU) ist hinter einem Bundeswehrsoldaten am Sarg bei einem Trauergottesdienst in der Martinskirche zu sehen.  © dpa/Swen Pförtner

Der 71 Jahre alte Mann soll im Internet unter anderem geschrieben haben, der Kasseler Regierungspräsident "gehört auf der Stelle abgeknallt".

Die Anklage wertet dies als einen öffentlichen Aufruf zu einer Straftat, wie ein Sprecher des Amtsgerichts mitteilte.

Demnach veröffentlichte der 71-Jährige in einer Chat-Gruppe insgesamt zwei Hass-Kommentare zu einer Rede Lübckes.

Die private Gruppe hatte rund 3000 Abonnenten. Die Verhandlung soll am 30. Juni mit der Vernehmung eines weiteren Zeugen fortgesetzt werden.

Mann zeigt Hitler-Gruß

Am Amtsgericht in Kassel musste sich zudem am Donnerstag ein 55 Jahre alter Mann verantworten, der verfassungsfeindliche Symbole verwendet haben soll.

Unter anderem soll er auf dem Bahnhofsvorplatz den verbotenen Hitler-Gruß gezeigt haben.

Das Verfahren wurde nach Angaben eines Gerichtssprechers eingestellt. Der Hessische Rundfunk hatte über die Fälle berichtet.

Titelfoto: dpa/Swen Pförtner

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