Sie waren krank und aggressiv: Hundewelpen von Tierhändler verschleppt und im Netz verkauft?

Frankfurt am Main - Weil er über Jahre hinweg einen schwunghaften Handel mit Hundewelpen betrieben haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen einen 40 Jahre alten Tierhändler aus dem Main-Taunus-Kreis erhoben. 

Die Welpen soll der Händler zwischen 430 und 560 Euro an seine Kunden verkauft haben, während er selbst nicht mehr als 100 Euro für sie zahlte (Symbolbild).
Die Welpen soll der Händler zwischen 430 und 560 Euro an seine Kunden verkauft haben, während er selbst nicht mehr als 100 Euro für sie zahlte (Symbolbild).  © 123RF/alexat25

Die Vorwürfe lauteten auf Betrug sowie Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag.

Den Ermittlungen zufolge bot der Mann zwischen 2014 und 2018 im Internet Malteser-Welpen an, die aus der Slowakei stammten und dort zu früh den Hundemüttern weggenommen worden waren.

Dadurch seien die Tiere krankheitsanfällig und verhaltensauffällig geworden, so Niesen. Der Angeschuldigte soll mit den Hunden ein einträgliches Geschäft betrieben haben.

Während der Einkaufspreis zwischen 50 und 100 Euro betrug, verlangte er laut Anklage von seinen Kunden zwischen 430 und 560 Euro pro Tier. Zu den Vorwürfen habe sich der einschlägig vorbestrafte Händler bislang noch nicht geäußert, sagte Niesen. 

Der Fall wird voraussichtlich beim Amtsgericht Frankfurt verhandelt.

Titelfoto: 123RF/alexat25

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