Krankenschwester soll versucht haben, Kollegen mit Beruhigungs-Mitteln zu töten

Gießen - Weil sie Kollegen heimlich Beruhigungsmittel verabreichte und dadurch teils in Lebensgefahr gebracht haben soll, steht eine 53 Jahre alte Krankenschwester heute ab 9 Uhr vor dem Landgericht Gießen.

Fünf Personen soll die 53-Jährige Beruhigungsmittel in Kaffee und Plätzchen gemischt haben (Symbolbild).
Fünf Personen soll die 53-Jährige Beruhigungsmittel in Kaffee und Plätzchen gemischt haben (Symbolbild).  © 123rf/Scanrail

Die Staatsanwaltschaft wirft ihr gefährliche Körperverletzung sowie in einem Fall versuchten Mord vor.

Die Frau soll zweimal im September 2017 und einmal im März 2019 Kaffee und Plätzchen mit den Arzneien versetzt und dann ihren Kollegen in der Teeküche eines Bad Nauheimer Krankenhauses aufgetischt haben.

Der Staatsanwaltschaft zufolge gibt es fünf Opfer. Sie erlitten Schwindelattacken oder wurden bewusstlos. In einem Fall sei Lebensgefahr eingetreten.

Nach den ersten Vorfällen 2017 habe sich noch kein Verdacht gegen die Krankenschwester erhärten lassen, sondern erst im vergangenen Jahr.

Das Landgericht hat für den Prozess insgesamt fünf Verhandlungstage eingeplant und wird das Urteil voraussichtlich Anfang April sprechen.

Krankenschwester bestreitet Vorwürfe

Update, 10.46 Uhr: Die angeklagte Krankenschwester hat vor dem Landgericht Gießen über ihren Verteidiger bestritten, ihre Kollegen mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln vergiftet zu haben.

"Sie hat gegen niemanden irgendetwas gehabt und hat das nicht getan", erklärte der Rechtsanwalt der 53-Jährigen zum Prozessauftakt am Montag.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Deutschen vor, im September 2017 sowie im März 2019 Kaffee und selbst gebackene Plätzchen mit den Arzneien versetzt und ihren Kollegen in der Teeküche eines Bad Nauheimer Krankenhauses zum Zugreifen aufgetischt zu haben.

Das Landgericht Gießen hat für den Prozess insgesamt fünf Verhandlungstage eingeplant.
Das Landgericht Gießen hat für den Prozess insgesamt fünf Verhandlungstage eingeplant.  © dpa/Marius Becker

Titelfoto: 123rf/Scanrail

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