Mann soll Säugling und Stiefkind sexuell missbraucht haben: Urteil erwartet

Wiesbaden - Im Zusammenhang mit dem bundesweiten Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach wird am Montag (11 Uhr) in Wiesbaden das Urteil gegen einen 39-Jährigen erwartet. 

Der Angeklagte betritt im August in Handschellen den Gerichtssaal des Landgerichts und verbirgt sein Gesicht.
Der Angeklagte betritt im August in Handschellen den Gerichtssaal des Landgerichts und verbirgt sein Gesicht.  © Sascha Steinbach/EPA/Pool/dpa

Ihm wird vor dem Landgericht vorgeworfen, seine Kinder, darunter ein Säugling und ein Stiefkind, sexuell missbraucht sowie Bilder der Taten über Chatgruppen verschickt zu haben. 

Die Anklage umfasst den Gerichtsangaben zufolge 291 Taten zwischen Januar 2014 und Oktober 2019, sie lautet unter anderem auf schweren sexuellen Missbrauch sowie Verbreitung von Kinderpornografie. 

Die Verhandlung hatte zum Schutz der Opfer unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Auch die Urteilsbegründung soll nicht öffentlich sein. 

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Der Deutsche aus dem Rheingau-Taunus-Kreis sitzt seit Oktober 2019 in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen zu dem Missbrauchskomplex waren nach Durchsuchungen bei einem 43 Jahre alten Familienvater im nordrhein-westfälischen Bergisch Gladbach im Herbst 2019 ins Rollen gekommen. 

Polizisten hatten bei dem Koch und Hotelfachmann nicht nur riesige Mengen kinderpornografischen Materials gefunden - sie stießen auch auf digitale Kontakte zu anderen Männern. 

Mittlerweile werden Spuren in Foren, Gruppenchats und Messenger-Diensten zu Tausenden möglichen Verdächtigen verfolgt. Der 43-Jährige wurde Anfang Oktober zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. 

Zudem ordnete das Kölner Landgericht die Unterbringung des Mannes in der Sicherungsverwahrung an.

Titelfoto: Sascha Steinbach/EPA/Pool/dpa

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