Mann und Freundin gehen in Supermarkt einkaufen: Für sie endet es tödlich

Frankfurt am Main - Vor dem Landgericht Frankfurt beginnt am Mittwoch (9 Uhr) der Prozess gegen einen Mann, der seine Lebensgefährtin vor einem Supermarkt mit einem Messer erstochen haben soll. 

Fotomontage: Am Tattag hatten beide in dem Supermarkt in Frankfurt-Bornheim eingekauft, darunter auch das Messer, das dann zur Tatwaffe wurde (Symbolfoto).
Fotomontage: Am Tattag hatten beide in dem Supermarkt in Frankfurt-Bornheim eingekauft, darunter auch das Messer, das dann zur Tatwaffe wurde (Symbolfoto).  © Montage: 123RF/Kanokpol Prasankhamphaibun, Mihai Blanaru

Die Staatsanwaltschaft wirft dem schwedischen Staatsangehörigen Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor. 

Am Tattag im Oktober 2019 hatten beide in dem Supermarkt in Frankfurt-Bornheim eingekauft, darunter auch das Messer, das dann zur Tatwaffe wurde. 

Die Frau hat es demnach mit ihrem eigenen Geld bezahlt. Auf der Straße soll der Mann die Frau tödlich verletzt haben.

Den Ermittlungen zufolge hatte es Streit gegeben, weil sich die 24 Jahre alte Frau von dem Mann trennen wollte.

Das Gericht hat zunächst fünf Verhandlungstage bis Ende Oktober terminiert.

Update, 15.39 Uhr: Staatsanwaltschaft geht trotz Brutalität nicht von Mord aus

Trotz der Brutalität geht die Staatsanwaltschaft nicht von Mord aus. Man habe nicht zweifelsfrei feststellen können, ob die Frau zum Tatzeitpunkt "arg- und wehrlos" im Sinne des Mordparagrafen gewesen sei, sagte die Anklagevertreterin. Offenbar hatte sie noch versucht, vor dem Mann wegzulaufen. Auch komme eine Affekttat in Betracht. 

Mit der beabsichtigten Erklärung des Angeklagten sowie den Zeugenvernehmungen von Mutter und Bruder der Getöteten sowie deren Vermieterin soll der Prozess am Donnerstag (8. Oktober) fortgesetzt werden.

Titelfoto: Montage: 123RF/Kanokpol Prasankhamphaibun, Mihai Blanaru

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