Mann zündet im Streit mit Vermieter Wohnung an und kommt in Haft

Darmstadt - Das Landgericht Darmstadt hat am Freitag einen 42-Jährigen wegen schwerer Brandstiftung, Beleidigung und Bedrohung zu drei Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. 

Der Verurteilte hatte zuvor Streit mit seinem Vermieter (Symbolfoto)
Der Verurteilte hatte zuvor Streit mit seinem Vermieter (Symbolfoto)  © Silas Stein/dpa

Der Mieter legte nach Auffassung des Gerichts im Januar in Pfungstadt (Kreis Darmstadt-Dieburg) in seiner Dachgeschosswohnung Feuer und richtete mehr als 700.000 Euro Schaden an. 

Wegen eines Räumungsbeschlusses hätte er nach langen Streitereien mit seinem Vermieter im Februar ausziehen müssen. Er soll Nachbarn belästigt, beleidigt und bedroht haben.

Während des über drei Jahre laufenden Räumungsverfahrens hatte der Vermieter rund 50 Briefe geschrieben. 

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Der Angeklagte gestand, diese aus Ärger angezündet, dann aber die Kontrolle über das Feuer verloren zu haben. Brandermittler hatten zwei getrennte Brandherde festgestellt.

Die Staatsanwaltschaft forderte in dem Verfahren vier Jahre und acht Monate Haft. 

Die Verteidigung sah die Tat als nah an der Fahrlässigkeit und plädierte für den bislang nicht vorbestraften Angeklagten auf zwei Jahre auf Bewährung. 

Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung waren davon ausgegangen, dass der 42-Jährige, der phasenweise eine psychische Störung hat, zum Tatzeitpunkt nicht in einem Wahn handelte.

Titelfoto: Silas Stein/dpa

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