Missbrauch in Würzburger Kitas: Jüngste Opfer waren erst zwei Jahre alt

Würzburg - Fast ein Jahr nach seiner Festnahme muss sich von Donnerstag (9 Uhr) an ein Sprachtherapeut wegen schweren sexuellen Missbrauchs von kleinen Jungen vor Gericht verantworten.

In 66 Fällen soll sich der Angeklagte massiv an sieben Kindern vergangen haben (Symbolbild).
In 66 Fällen soll sich der Angeklagte massiv an sieben Kindern vergangen haben (Symbolbild).  © Bild-Montage: 123rf/Oksana Kuzmina, 123rf/kantiver

Der 38-Jährige soll sich in 66 Fällen massiv an sieben Kindern vergangen haben, darunter vor allem körperlich und geistig behinderte. Manche von ihnen waren erst zwei Jahre alt. Einige können gar nicht sprechen, andere nur wenige Worte.

Die Große Jugendkammer am Landgericht Würzburg hat elf Verhandlungstage bis Ende April anberaumt. Der Deutsche ist laut Generalstaatsanwaltschaft weitgehend geständig.

Denkbar ist, dass ein Teil des Prozesses unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, um die Opfer zu schützen.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann seit 2008 bis zu seiner Festnahme im vergangenen März seine Opfer im Alter von bis zu sechs Jahren in unterschiedlicher Weise missbraucht haben.

Die Übergriffe sollen in seinen zwei Praxen und in zwei Würzburger Kindergärten erfolgt sein, in denen er eigentlich die Kinder therapieren sollte. Die Kita-Mitarbeiter sollen davon nichts mitbekommen haben.

Die Große Jugendkammer am Landgericht Würzburg hat elf Verhandlungstage bis Ende April anberaumt (Archivbild).
Die Große Jugendkammer am Landgericht Würzburg hat elf Verhandlungstage bis Ende April anberaumt (Archivbild).  © dpa/Daniel Karmann

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