Mit Handy gefilmt! Teenie-Mädchen fesseln Behinderten und nötigen ihn sexuell

Kitzingen - Das Urteil gegen drei junge Frauen aus Unterfranken wegen schwerer Misshandlung und sexueller Nötigung eines geistig Behinderten ist rechtskräftig. 

Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt (Symbolfoto).
Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt (Symbolfoto).  © Fredrik von Erichsen/dpa

Das sagte eine Sprecherin des Amtsgerichts Kitzingen am Mittwoch. Keiner der Prozessbeteiligten habe Rechtsmittel gegen die Entscheidung vom 29. September eingelegt.

Das Jugendschöffengericht hatte die 17 bis 19 Jahre alten Angeklagten zu jeweils einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. 

Die Bewährungszeit wurde auf zwei Jahre festgelegt. Zudem müssen zwei der Frauen jeweils 80 Stunden soziale Arbeit leisten. Die andere 19-Jährige muss eine Geldstrafe von 1000 Euro zahlen.

Das jugendliche Opfer und die jungen Frauen gehörten laut Gericht zu derselben Clique. Zu dem Übergriff kam es im November 2017 in einem Partyraum in Segnitz (Landkreis Kitzingen). 

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die damals 14- bis 16-Jährigen den jungen Mann auf einer Matratze mit Klebeband fesselten, ihn auszogen und sexuell nötigten. 

Zudem wurde der damals 19-Jährige mit einer brennenden Zigarette verletzt, geschlagen und getreten. Die Tat filmten die Mädchen mit einem Handy.

Wegen des Alters der Beteiligten und da das Tatopfer in erhöhtem Maße schutzwürdig ist, war die Öffentlichkeit von dem Verfahren ausgeschlossen. 

Die Angeklagten sollen laut Gericht Reue gezeigt haben und entschuldigten sich unmittelbar nach der Tat bei ihrem Opfer. Zudem hätten die drei Frauen umfangreich gestanden. 

Titelfoto: Fredrik von Erichsen/dpa

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