Ehepaar von Sohn mit Messerstichen schwer verletzt, weil sie Fleisch und Eier essen

Frankfurt am Main - Im Prozess um einen lebensgefährlichen Messerangriff auf die eigenen Eltern soll am heutigen Mittwoch (9 Uhr) das Urteil des Landgerichts Frankfurt verkündet werden.

Die blutige Attacke erfolgte am Abend des 24. Mai in der Frankfurter Innenstadt (Symbolbild).
Die blutige Attacke erfolgte am Abend des 24. Mai in der Frankfurter Innenstadt (Symbolbild).  © Montage: dpa/Frank Rumpenhorst, dpa/Boris Roessler

Der 24 Jahre alte Sohn soll dabei nach dem Willen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht werden.

Der junge Mann hatte vor Gericht ein Geständnis abgelegt.

Zu der Tat war es im Mai 2020 in der Wohnung der Familie in der Frankfurter Innenstadt gekommen.

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Nach einem Streit über Ernährungsgewohnheiten griff der Sohn laut Anklage den Vater (63) und die Mutter (60) an.

Während der 24-Jährige vegan lebte, kritisierte er der Staatsanwaltschaft zufolge den Konsum der Eltern von Fleisch und Eiern.

Am Tattag habe er eine Stimme gehört, die ihm aufgetragen habe, die Eltern zu töten.

Die Eheleute wurden durch Messerstiche schwer verletzt. Sie konnten sich aber blutüberströmt auf die Straße retten.

Update, 10. März, 15.35 Uhr: 24-Jähriger in Psychiatrie eingewiesen

Wegen eines Angriffs mit einem Küchenmesser auf seine Eltern ist ein 24-Jähriger vom Landgericht Frankfurt dauerhaft in die Psychiatrie eingewiesen worden.

Von dem Sohn gehe trotz guter Entwicklung weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit aus, hieß es in der Entscheidung, die nach der Verkündung am Mittwoch rechtskräftig wurde.

Rechtlich sah die Schwurgerichtskammer zweifachen versuchten Totschlag sowie gefährliche Körperverletzung. Auch der Staatsanwalt sowie die Verteidigung hatten sich für eine Unterbringung ausgesprochen.

Sollte sich der Patient weiter zu seinem Vorteil entwickeln, könne die Unterbringung "zeitnah" zur Bewährung ausgesetzt werden, stellte das Gericht in Aussicht.

Titelfoto: Montage: dpa/Frank Rumpenhorst, dpa/Boris Roessler

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