Hortete Hauptkommissar illegal zahlreiche Waffen und Sprengstoff?

Frankfurt am Main - Vor dem Frankfurter Landgericht hat ein Prozess gegen einen Polizisten begonnen, bei dem unerlaubte Waffen sowie Munition und Schwarzpulver entdeckt worden waren. 

Fotomontage: Der Prozess gegen den Kriminalhauptkommissar begann am Montag vor dem Landgericht in Frankfurt (Symbolfoto).
Fotomontage: Der Prozess gegen den Kriminalhauptkommissar begann am Montag vor dem Landgericht in Frankfurt (Symbolfoto).  © Montage: DPA/Fredrik von Erichsen, 123RF/animaflorapicsstock

Der 54 Jahre alte Kriminalhauptkommissar war bereits vom Amtsgericht Frankfurt verwarnt worden und hatte eine Geldstrafe in Höhe von 9000 Euro (90 Tagessätze) aufgebrummt bekommen. Dagegen hatten aber beide Seiten Berufung eingelegt, so dass der Fall nun beim Landgericht liegt.

Anfang 2016 hatten Beamte einen Kugelschreiber mit Schießfunktion und einen Revolver sowie Patronen und Schießpulver in der Wohnung des Mannes sichergestellt. Die Waffen waren Zufallsfunde, zu der Durchsuchung war es wegen eines möglichen Geheimnisverrats gekommen. 

Von diesem Vorwurf wurde der Beamte später jedoch freigesprochen. Vor Gericht gab der Polizeibeamte nun an, den Kugelschreiber und den Revolver von seinem Vater geerbt und sich um die Sachen nicht besonders gekümmert zu haben. 

Der Vorsitzende Richter deutete an, dass der Waffenbesitz aufgrund eines "Erbenprivilegs" höchstens eine Ordnungswidrigkeit darstelle.

Nur der Besitz des Schwarzpulvers könne nach dem Sprengstoffgesetz strafbar sein. Die Strafkammer hat in dem Verfahren noch einen weiteren Verhandlungstag.

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