Frauen bespuckt und Kinder (2 und 8) geschnappt: Muss 56-Jähriger in Psychiatrie?

Frankfurt am Main - Nach mehreren Übergriffen auf Kinder und Frauen steht ein 56 Jahre alter Mann vor der dauerhaften Unterbringung in der Psychiatrie.

Der Prozess vor dem Landgericht Frankfurt dauert wahrscheinlich noch bis Anfang September an (Symbolbild).
Der Prozess vor dem Landgericht Frankfurt dauert wahrscheinlich noch bis Anfang September an (Symbolbild).  © Paul Zinken/dpa

Die Staatsanwaltschaft stellte am Dienstag einen entsprechenden Antrag vor dem Landgericht Frankfurt.

Innerhalb eines Jahres war der Beschuldigte mehrfach aufgefallen. 

Auf einem Kinderspielplatz soll er plötzlich eine Achtjährige an sich genommen und sich eines zwei Jahre alten Jungen bemächtigt haben.

Kurze Zeit später soll er vor dem Eingang des Hauptbahnhofs zwei Frauen ohne Grund ins Gesicht gespuckt haben.

Die Staatsanwaltschaft geht dabei von gefährlicher Körperverletzung aus, weil der Täter an Hepatitis leidet und deshalb eine gewisse Ansteckungsgefahr bestanden habe (AZ 3530 Js 250401/19).

Zu den Vorwürfen der Anklage äußerte sich der Beschuldigte am ersten Verhandlungstag nur vage.

Die Mutter der beiden Kinder berichtete dem Gericht von schweren psychischen Folgen. Das Mädchen müsse auch ein knappes Jahr nach dem Vorfall noch psychologisch behandelt werden.

Im Mittelpunkt des Prozesses steht das psychiatrische Gutachten, in dem die Unterbringung des Mannes empfohlen wird.

Die Strafkammer hat noch zwei weitere Verhandlungstage bis Anfang September vorgesehen.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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